Die Wahrheit by Blackball
Summary: Tony und Gibbs sind seit gut einem Jahr zusammen. Langsam wird es Zeit mehr über den Anderen zu erfahren, doch genau das bringt streit zwischen sie. Schneller als sie sich versehen bringt eine Leiche sie in Tonys Vergangenheit, genau das was der Streitpunkt zwischen dein beiden war.
Categories: Slash, Gibbs/DiNozzo Characters: Anthony DiNozzo, Leroy Jethro Gibbs
Genre: Romance, Humor, Drama, Angst, Action
Pairing: Gibbs/DiNozzo
Warnings: None
Challenges:
Series: None
Chapters: 1 Completed: No Word count: 1681 Read: 3936 Published: 04/22/2008 Updated: 04/22/2008

1. Die Wahrheit by Blackball

Die Wahrheit by Blackball
Author's Notes:
Tony und Gibbs sind seit gut einem Jahr zusammen. Langsam wird es Zeit mehr über den Anderen zu erfahren, doch genau das bringt streit zwischen sie. Schneller als sie sich versehen bringt eine Leiche sie in Tonys Vergangenheit, genau das was der Streitpunkt zwischen dein beiden war.
Kapitel 1

Es war gerade mal drei Uhr in der Nacht als der Truck des NCIS an einem kleinen See halt machte. Die Tür zur Beifahrerseite ging auf und Tony sprang aus dem Truck. Kurz darauf ging die Fahrertür auf und der Chefermittler stieg ebenfalls aus. „Scheiße man, wolltest du dass ich an einem Herzinfarkt sterbe?– Maulte Tony und ging nach hinten um die Tür zu öffnen. Gerade als er die zweite Tür zum Truck hinten geöffnet hatte, stolperte McGee heraus. „Kann mir mal einer sagen was das eben war?– Fragte der junge Ermittler und blickte DiNozzo an. „Ein Mordversuch an uns beiden–, kommentierte Tony.

„Autsch–, entwich es DiNozzo nur Sekunden später. Gibbs hatte ihm mal wieder eine Kopfnuss verpasst. „Auf der Rückfahrt wäre es vielleicht ein Mordversuch an euch gewesen, aber jetzt brauche ich euch noch. Das war lediglich ein Ausweichmanöver–, Gibbs stieg in den Truck, öffnete eine Schublade und griff sich Latexhandschuhe und einen kleinen Block. „Bewegt endlich euren Arsch!– Zischte er nun doch deutlich sauer als die beiden jungen Männer ihn perplex ansahen.

„Ja Boss–, McGee griff sich eine Taschenlampe und die Kamera. Tony schnappe sich den dunklen schwarzen Koffer und alle drei gingen zusammen hinunter zum See. „Uahh Kalt! Kann mir mal einer sagen, wie es kommt, dass ein Kind mitten in der Nacht auf einen See geht und dort eine Leiche findet?– Wollte Tony wissen als sie das Absperrband der örtlichen Polizei hinter sich gelassen hatte. „Das würde mich auch mal interessieren–, kam es von McGee. „Dann finde es gefälligst heraus–, kam es gereizt von Gibbs der nun McGee auffordernd ansah.

Verdammt was eine Nacht, dachte Tony als er nach einem kurzen Wortwechsel mit dem Polizeibeamten das Eis betrat. Um halb zwölf war er mit Gibbs nach Hause gefahren und wie schon die letzten zwei Wochen zuvor schlief er im Gästezimmer und Gibbs im Schlafzimmer. Seit ihrem Streit vor zwei Wochen herrschte was das Private anging Funkstille. Außer sie fanden mal wieder einen Punkt um den es sich lohne sich zu streiten. An der Arbeit hingegen war alles wie früher.

Vorsichtig betrat er das Eis und ging zur markierten Stelle. Die örtliche Polizei hatte überall Strahler aufgestellt, sodass er seine Taschenlampe nicht brauchte. Während McGee mit dem kleinen Mädchen und deren Mutter redete, und Gibbs sich noch mit der Polizei unterhielt fing Tony an die Fundstelle zu fotografieren. Gleichzeitig sah er sich genau um in der näheren Gegend der Leiche.

McGee trat einige Zeit später zu Tony. „Und, wieso war die kleine hier?– Fragte Tony und skizzierte den Ort zur Sicherheit gleich noch. Das letzte was er wollte, war schon wieder Streit mit Jethro zu bekommen. „Die kleine ist Schlafwandlerin, sie ist erst aufgewacht als sie genau hier ausgerutscht ist–, erklärte Tim und betrachtete die Leiche. „Wie konnte sie ihn sehen? Er liegt mindestens 10 Zentimeter unter dem Eis und es war dunkel!– Fragte Tony uns verstaute die Skizze. McGee deutete hoch zum Himmel, direkt auf den Vollmond. „Verstehe!– Erklärte Tony leise und trat wie McGee zur Seite als die Männer der örtlichen Feuerwehr anfingen das Eis aufzubrechen um die Leiche raus zu holen.

„Habt ihr beiden nichts zu tun?– Gibbs trat hinter seine zwei Kollegen. Tony drehte sich um, „Fotos sind gemacht und der Tatort skizziert–, gab er trocken von sich. „Hast du dich hier schon nach Beweismitteln umgesehen DiNozzo?– Tony verdrehte die Augen. „In der nahen Gegen der Leiche, ja!– Gibbs runzelte die Stirn „Das reicht nicht. Verdammt, muss man euch alles sagen? Macht es endlich!– Befahl Gibbs gereizt und ging auf Ducky zu der so eben mit dem zweiten Truck ankam.
„Okay, eigentlich geht es mich nichts an. Aber habt ihr beide Streit?– Wollte Tim wissen als Gibbs weit genug weg war. „Du sagst es Bambino, es geht dich nichts an!–

McGee seufzte leise und ging mit der Taschenlampe in der Hand auf die andere Seite des Sees, der nicht durch die Strahler erhellt wurde. Dort begann er Zentimeter für Zentimeter nach Hinweisen zu suchen. Tony ging zur genau anderen Seite von McGee. Das alles kotze ihn so an. Wie lange waren er und Jethro nun zusammen? Er musste kurz nachdenken und kam dann auf fast ein Jahr. Sie hatten sich noch nie gestritten, bis zu jenem Tag vor zwei Wochen. Und wegen was? Wegen seiner Vergangenheit. Tony wollte ihm nichts über seine Kindheit erzählen und so kam eine Kleinigkeit nach der anderen. Schnell ging es nicht mehr um Tonys Kindheit in Italien, sondern darum was vertrauen und liebe bedeutete. Wegen so einem Schwachsinn hatten sie nun schon eine fast zweiwöchige Funkstille. Langsam trat er ins Dunkel und begann den See abzusuchen. Doch ihm ging das ganze mit Jethro einfach nicht aus dem Kopf.


„Wann ist er gestorben Ducky?– Wollte Gibbs wissen und musterte die Leiche. „Das ist eine sehr gute Frage Jethro, nur leider kann ich sie dir erst beantworten wenn unser Freund hier aufgetaut ist–. Gibbs gab ein leises Geräusch von sich, welches einem knurren sehr ähnlich war.
Dieser morgen war absolut schrecklich. Erst kam er so spät nach Hause, dann der Streit mit Tony und dann klingelte man sie um halb drei aus dem Bett. Er hatte noch nicht mal Zeit für einen Kaffee gefunden. Das war das erste was er machen würde sobald sie im Büro ankamen, sich einen Kaffee holen und diesen in vollen Zügen genießen. Aber bis dahin würde wohl noch ein wenig Zeit vergehen.

Ducky und Palmer hatten die Leiche gerade in den Truck verfrachtet und machten sich nun schon auf den Rückweg. Gibbs sah dem Truck nach und schüttelte leicht den Kopf. Man merkte deutlich das Ziva nicht da war. Diese war nun schon seit einer halben Woche im Urlaub. Gibbs spürte deutlich wie viel langsamer ihre Ermittlungen dadurch wurden das die Israelin nicht da war. Kurz blickte er zum See, entdeckte McGee und auf der anderen Seite Tony. Danach ging er noch mal zu dem Polizisten, der als erster vor Ort war. Einige Fragen kamen ihm nun doch noch in den Kopf.

Stück für Stück suchte DiNozzo weiter den See ab, aber bisher ohne Erfolg. Zumindest wenn er nichts übersehen hatte, was dank seiner Gedanken möglich war. Er trat einen Schritt zurück und hörte kurz darauf ein leises Knallen. Sofort blieb er stehen und sah sich um. Was war das eben gewesen? Er sah zu McGee der ihn ebenfalls ansah. Er drehte sich langsam um und machte noch einen Schritt nach vorne, erneut gab es einen Knall. Verfluchte scheiße, das war das Eis. Jetzt erinnerte sich Tony wieder daran, wie er als er 16 war fast in einen See eingebrochen war im Winter. Kurz davor hatte es ebenfalls diese Knälle gegeben. „Bambino…runter von Eis–, rief er laut zu seinem Kollegen, da er nicht wusste wo das Eis brüchig wurde. Doch das erfuhr er schneller als ihm lieb war.

Gibbs hatte das Gespräch mit dem Officer abgebrochen als er den ersten Knall hörte. Beim zweiten ging er langsam auf den See zu und kurz darauf hörte er Tonys Worte. Als er zu seinem jungen Partner blickte sah er wie das Eis genau unter ihm brach und er darunter verschwand. „TONY–, schrie er und rannte auf den See. McGee war zum Glück schnell da um seinen Boss noch rechtzeitig fest zu halten. „Nein…das Eis bricht weiter…–, warnte er seinen Boss und zog ihn gegen seinen Willen wieder ein Stück zurück.

Die Feuerwehr die gerade dabei war ihre Sachen wieder einzupacken, eilte hinunter zum See. Zum Glück waren sie noch nicht weg. Aber wo war Tony?
„TONY?– rief Gibbs erneut. Sein Herzschlag verdoppelte sich in der Sorge um seinen jungen Partner. Er riss sich von McGee los wurde jedoch gleich von einem Mann der Feuerwehr festgehalten. „Gehen sie runter vom Eis, wir holen ihn da schon raus–, befahl der Mann. „Runter vom Eis McGee–, befahl Gibbs. Er selbst jedoch blieb dort wo er war. Nach einem kurzen Wortgefecht mit dem Mann der Feuerwehr, das er deutlich gewann, näherte er sich der Bruchstelle.

Die Scheinwerfer leuchtete auf die Stelle in welcher Tony eingebrochen war. Noch immer war von ihm nichts zu sehen.

Eisig kalt. Was war los, wo war er? Langsam klärte sich alles in Tonys Kopf. Es kam ihm wie Stunden vor, doch es waren nur Sekunden in welchen er vollkommen die Orientierung verloren hatte. Er wusste nun wieder das er eingebrochen war, daher war es so kalt. Und viel Luft hatte er auch nicht mehr. Er versuchte sich umzusehen, doch das war vergeblich. Er schwamm nach oben, doch etwas versperrte ihm den Weg an die frische Luft, es war Eis. Langsam begann sich Panik in ihm auszubreiten. So sehr er sich auch versuchte selbst zur Ruhe zu bewegen, es klappte nicht. Die Luft wurde immer knapper und seine Beine hörten schon nicht mehr wirklich auf ihn. Er musste das Loch finden wo er rein gestürzt war, aber da es Nacht und das Wasser trübe war sah er nichts, kein Licht und erst recht kein Loch im Eis. So weit konnte es doch nicht weg sein. Er tastete sich mit den Händen an der Eisdecke entlang in der Hoffnung sich nicht in die falsche Richtung zu arbeiten.

Eine Minute war seit dem vergangen und Gibbs geriet immer mehr in Panik. Am liebsten wäre er ebenfalls in den See gesprungen und hätte nach Tony gesucht, doch das ließ die Feuerwehr nicht zu. Diese machten gar nichts, zumindest empfand Jethro es so. Komm schon Tony, tauch auf…bitte, dachte der Chefermittler.

Langsam aber sicher begannen auch seine Arme sich zu weigern und die Luft war nun so rar geworden das Tony die nähernde Ohnmacht spürte. Nein, er wollte nicht sterben, dafür war noch zu jung. Er wollte zu Jethro, sich in dessen Arme flüchten, seine Wärme spüren und die Geborgenheit welche dessen starken Arme ihm immer brachten. Da war etwas! Irgendeine Unebenheit konnte er mit den Fingern spüren. Er raufte sich ein letztes mal zusammen und griff nochmals an die Stelle. Ja der Rand, da war er. Doch genau als ihm das bewusst wurde ließ sein Körper ihm im Stich und er verlor das Bewusstsein. ~Jethro~ war sein letzter Gedanke bevor die eisige Schwärze ihn einhüllte.
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