- Text Size +
Author's Chapter Notes:
Tony und Gibbs sind ohne den Rest des Teams in Iowa und ermitteln den Tot zweier Marines. Doch anstatt den Fall zu lösen stecken sie mitten drin. Tony schwebt in Gefahr und Jethro muss schnell handeln…
Kapitel 1

Tony lehnte sich zurück und schloss die Augen. Er konnte es noch immer nicht glauben. Er saß in einem neuen Airbus der dem NCIS gehörte. Nie wieder normale Airlines benutzen wenn sie für einen Auftrag mal weiter weg mussten. Nein, ihr Flugzeug und somit Momentan sein Reich in welchem er sich richtig gut gehen ließ. Zwar dauerte der Flug nicht lange, aber das war ihm egal. Die Sitze waren bequem und ein riesiger Plasmabildschirm prangte an der Wand gegenüber von ihm. Was ein Luxus, wenn er doch so einen Bildschirm zu Hause hätte. Da würde es gleich noch viel mehr Spaß machen sich Magnum anzusehen. Aber gut, vorerst musste er sich zu Hause mit der kleineren Version zufrieden geben.

Der große Plasmabildschirm an der Wand war eigentlich dafür da um übers Videolink mit anderen zu Kommunizieren oder gar allgemein einen Fall zu besprechen. Doch Tony nutzte ihn als Fernseher, was nicht sonderlich schwer war, selbst er schaffte es dies umzumodeln, dass man die normalen erreichbaren Programme sehen konnte. McGee wäre sicher erstaunt gewesen. Langsam öffnete er die Augen wieder und schaute weiter den Film.

„Verdammt DiNozzo was machst du schon wieder–, knurrte Gibbs als er gerade wieder den abgetrennten Bereich betrat. Schnell griff Tony nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher aus. „Auf dich warten Boss–, antworte der junge Agent schnell und lächelte Gibbs breit an. Dieser ließ sich schräg gegenüber von Tony nieder und betrachtete den Jüngeren kurz. Tony richtete sich gerade auf und griff nach der Akte. „Okay was wir wissen ist, dass die beiden Marines in einer Bar Namens „Flying Horse– gefunden wurden. Ganz ehrlich alleine der Name der Bar ist schon eine Schande…–, „Tony–, knurrte Gibbs ihn an der es hasste wenn sein junger Agent vom Thema abkam. Zumindest wenn es so etwas Wichtiges war. „Sorry–, erwiderte der Jüngere schnell. „Okay zurück zum Thema, beide starben durch eine Óberdosis, eines wie Abby rausfand in Russland neu entwickelten Aphrodisiakums–, führte er seine Aussage zu Ende. Gibbs nickte kurz.

„Mal ganz ehrlich warum haben die ihre Lust nicht selbst wieder runtergeholt?– Fragte Tony. Wenn er unter dem Einfluss eines Aphrodisiakums gestanden hätte, dann hätte er entweder eine Frau flachgelegt, eine die es auch wollte, oder er hätte so lange seinen kleinen Freund da unten bearbeitet bis dieser Ruhe gab. „So einfach ist das nicht Tony, ich hab eben mit Abby geredet. Das ist wie du sagtest ein neues Aphrodisiakum. Dies schafft es innerhalb von einer halben Stunde, den Körper so zu erhitzen dass er mehr als 41 Grad bekommt. Bekanntlich kocht das Blut dann und in diesem Falle setzt das Herz aus. Das heißt sie hatten wohl keine Chance herauszufinden, dass diese Hitze in ihrem Körper aufgrund eines Aphrodisiakums kam–. Tony zog eine Augenbraue nach oben. „Steht da bekanntlich nicht der beste Freund jedes Mannes schussbereit in der Höhe?–

Gibbs seufzte schwer und rieb sich die Augen. Manchmal war DiNozzo so ein Idiot. Aber genau das war es was er an seinem jungen Agenten so liebte. Auf der einen Seite war Tony knallhart und auf der anderen Seite ähnelte er einem Kind was einiges erst neu entdeckte. Aber vor allem war auf Tony verlass, er war für einen da wenn man ihn brauchte und dazu war er verschwiegen wie ein Grab. Zumindest wenn man ihm mit Mord drohte, was er selbst nach einem nervlichen Zusammenbruch vor drei Monaten getan hatte. Es war der Todestag seiner Frau und seiner Tochter gewesen. In den letzten Jahren hatte ihn das zwar fertig gemacht, aber dieses Jahr war er wie durch eine dünne Eisschicht hindurch gebrochen gewesen. Und genau da war Tony bei ihm gewesen, Gibbs wusste noch immer nicht ob sein Kollege was geahnt hatte oder es Zufall war, das er an jenem Tag bei ihm zu Hause aufgekreuzt war, aber es war ihm auch egal gewesen. Sein junger Agent war für ihn da gewesen und hatte ihm etwas gegeben, was er seit dem Tod seiner Familie nie wieder gespürt hatte. Nicht mal bei seinen letzten drei Ehefrauen. Das Gefühl von Geborgenheit!

„Nein und genau das ist das heimtückische an diesem neuen Aphrodisiakum. Du musst erst die Lust wecken um sie zu stillen…–, „Woher weißt du das denn?–. „Von Abby, DiNozzo–, kam es leicht sauer von Gibbs. „Und woher weiß die das?– Bohrte Tony weiter. Gibbs Blick wurde gefährlich und Tony schluckte schwer. „Woher weiß Abby das wohl? Aus einem Kreuzworträtsel vielleicht? Oder doch eher weil sie eine der besten Forensiker ist die es gibt? DiNozzo treib dein Fragespiel nicht zu weit, oder du bekommst einen Freiflug!– Tony grinste kurz und sah dann wieder zum Fenster raus. Nein, auf den Freiflug konnte er dankend verzichten. Es war zwar nicht so, dass er glaubte Gibbs würde seine Worte wirklich umsetzten, aber die letzten 10 Minuten wollte er seinem Boss dann doch noch etwas Ruhe gönnen.

Er selbst hing seinen Gedanken nach. Hatte er eben wirklich daran gedacht eine solche Lust im Schoße einer Frau zu stillen? Natürlich, schließlich war er ein Mann! Doch leider hatten sich seine Ansichten vor etwa drei Momenten etwas verschoben. Da wo er gesehen hatte, dass sein Boss nicht immer so stark war wie er vorgab zu sein. Seit dem stand seine Welt ziemlich auf dem Kopf. Die eine Nacht träumte er von heißem Sex mit einem Vollblutweib. Die andere Nacht trieb er es mit seinem Boss. Oh Tony, denk da nicht schon wieder dran, ermahnte er sich und wandte den Blick vom Fenster ab zu Gibbs der die heutige Zeitung las.

Seit dem er das erste Mal diesen Traum hatte fing er an auf Kleinigkeiten bei seinem Boss zu achten die ihm sonst immer egal waren. Wie sein Haarschnitt war, an welchem Arm er seine Uhr trug. Ob er irgendwo doch einen Ring trug welcher ihn als vergeben kennzeichnete, was zum Glück nicht der Fall war. Wie er ging, wie er etwas sagte. Alles von diesen Dingen hatte viel mehr Bedeutung gewonnen.
Hätte ihm jemand anderes das erzählt, Bambino vielleicht, hätte er sofort gesagt â€"Gib es auf du bist schwul â€" zu sich selbst jedoch konnte er das nicht sagen. Aber hatte er in diesen drei Monaten noch eine Frau abgeschleppt? Nein! Tony seufzte schwer und wurde dann von Gibbs aus den Gedanken gerissen.

„Hey DiNozzo, hör auf mit offenen Augen zu schlafen. Wir landen gleich–, erinnerte ihn der Ältere. Für einen Moment dachte Gibbs das Tony ihn verträumt musterte, dass jedoch würde wohl lediglich seine Wunschvorstellung entsprechen. Anthony DiNozzo, der Frauenheld und schwul? Niemals! Und selbst wenn, er würde ihn wetten nicht Fragen. Nein diese Blöße würde er sich sicher nicht geben!

~*~

Gut eine halbe Stunde später kamen sie im Hotel an. Tony hatte damit gerechnet dass Jen ihnen zwei Zimmer in einer mickrigen Absteige reserviert hatte. Doch das hier war keine. Alleine die Empfangshalle war so groß wie der Garten von Jethros Haus. Und dieser war riesig. In der Mitte der Halle befanden sich ein großes Becken und ein Springbrunnen. „Hammer–, entwich es ihm und Gibbs musste grinsen. Er ging an die Rezeption und Tony folgte ihm noch immer staunend. „Hab ich was verpasst, das Flugzeug und dann das hier?– Wollte der Jüngere wissen. „Nein!– Kam es kühl von Gibbs der nun dem Mann von der Rezeption seinen Namen sagte. „Ah ja hier haben wir es–, erklärte dieser, gab etwas in den PC vor sich ein und legte dann einen Schlüssel auf den Tresen. Tony der sich nun gerade zu Gibbs gewandt hatte starrte auf den Schlüssel und blickte dann den Mann hinter der Rezeption an. „Wo ist der zweite?– Wollte er dann wissen. „Es gibt keinen zweiten Sir!– Erklärte dieser sagte dann aber kurz darauf „Ah ich verstehe. Keine Sorge das ist eine Suite mit zwei getrennten Schlafzimmern–. Erleichtert Atmete Tony auf. Das wäre ja noch schöner gewesen, mit Gibbs in einem Bett schlafen und dann womöglich noch von ihm träumen. Na bravo. Zum Glück konnte es zu solch einem Chaos nun nicht mehr kommen.

Als die beiden Agenten die Suite betraten griff Gibbs nach seinem Handy und rief Jen an. Tony schleppte seine kleine Tasche in eines der zwei Schlafzimmer und ließ sich mit dem Rücken auf das Bett fallen. „Hier lässt es sie leben…–, stieß er leise aus und blickte zur Uhr. Es war halb sechs am Abend und wie Tony seinen Boss kannte, würde sie noch heute Abend diese Bar oder was auch immer das Flying Horse war besuchen.

„DiNozzo!– Rief Gibbs laut. Tony verdrehte die Augen und stand auf um zu seinem Boss zu gehen. „Was gibt’s?– Fragte er und streckte sich ausgiebig. „Werd nicht zu intim mit deinem Bett, wir werden uns in einer halben Stunde auf den Weg machen!– „Und deswegen rufst du mich hierher…hättest du das nicht gleich sagen können?– Meckerte Tony nun leise und erhielt als Antwort eine Kopfnuss. Mit einem leisen murren drehte er sich um, betrat wieder sein Schlafzimmer und knallte hinter sich die Tür zu.

Gibbs blickte auf die verschlossene Tür und lachte kurz. Eigentlich wäre er gleich losgegangen, doch er hatte seinem Kollegen deutlich angesehen dass dieser müde war. Also warum sollte er ihm nicht eine halbe Stunde gönnen?

tbc.
You must login (register) to review.